Volcan Poas
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Volcan Poas (2704 MüM): Nachdem  ich zuvor unterhalb des Kraters des Volcan Arenal  (ca. 1600 MüM) mehrere Tage wandernd auf einer Höhe von ca. 1000 m verbracht habe, war ich nun gespannt, was ich auf ca. 2500 m antreffen würde. Würde ich überhaupt etwas zu sehen bekommen, denn in den Tagen zuvor waren die Berge rund um San Jose ständig in Wolken gehüllt.
Ich hatte eine Tagestour gebucht, die neben einer Fahrt auf den Poas auch eine Weinprobe, ein Essen in einer Kaffeeplantage, die Besichtigung einer aus Eisen konstruierten Kirche in Grecia, den Besuch eines Kunsthandwerkerzentrums in Sarchi enthielt.

Der Tag begann mit herrlichem Wetter und besten Sichtverhältnissen. Und obwohl das Einsammeln der restlichen Tourteilnehmer (2 Koreaner und 3 Amerikaner und eine Ehepaar aus Argentinien) innert einer Stunde erledigt war, sah ich doch mit fortschreitender Besorgnis  immer mächtigere Wolkengebirge aufziehen.

Es folgte, schon ziemlich in der Höhe, ein erster Kaffee und Toilettenstop. Der Tourguide war ein kleines Genie. Sein Redeschwall prasselte inhaltsschwer aber auch interessant ständig auf uns nieder. Und da die Argentinier wollten, dass er Spanisch spricht und die Amerikaner auf Englisch bestehen mussten, lieferte er alle seine Erläuterungen in beiden Sprachen. Und trotzdem hielt seine Stimme bis zum Abend.

Die immergrün scheinende Landschaft war geprägt von Kaffeplantagen und je höher man kam, von Kühen,  die auf den Weiden grasten. Ein wenig wie in der Schweiz. Dann aber auch wieder ein wenig wie in Südspanien. Ganze Hügel befanden sich unter riesigen Plastikzelten. In Spanien sind darunter Gemüse-, speziell Tomatenpflanzungen, hier sind es Zierpflanzen, hauptsächlich Farne, die nach Holland geliefert und von dort in Europa weiter verteilt werden.

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Dann überholten wir einen Bauern mit einem buntbemalten Ochsenkarren: So muss hier das Leben noch auf dem Lande sein!!?? Bald war der nächste Kaffeehalt fällig ..... und wenig später kam der Bauer mit dem Ochsenkarren ..... 'rein zufällig'! Die american girls aus einer anderen Busladung stürzten sich auf den und vor den Karren und  jede wollte mit Bauer und Ochsenkarren fotografiert werden. Der Bauer hielt die Hand auf rief one Dollar., one Dollar. Jetzt wollte ich es wissen. Ich sagt ihm, ich zahle einen Dollar, wenn keine Leute auf seinem Karren sind.  Prompt rief er, sich gestikulierend an die girls wendend: Down, down! So entstand dieses kostbare und wohl seltene Foto unten rechts. Als ich ihm den Dollar gab, verlangte er: More, more!
Ob er sich wohl seine reich gesegneten Dollarsammelfinger noch bei der Landarbeit mit der Erde Costa Ricas dreckig macht? Ich bezweifle es.

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Die bunt bemalten Ochsenkarren sind das Staatssymbol Costa Ricas und werden in Sarchi hergestellt.

Der nächste Halt des Busses war dann auf ca. 2500 m Höhe. Ca. 10 Minuten Fussweg, und schon standen wir am Rand dieses riesigen Kraters und blickten hinab zu dem See, aus dem Schwefelwasserstoff geschwängerte Dampfwolken aufstiegen. Welch ein majestätischer Anblick und welch ein Glück, wir konnten den Krater mit dem See und die Dampfwolke sehen.

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Dann gingen wir weiter zu einem zweiten, älteren Krater, ebenfalls gefüllt mit Wasser. Im Prospekt wird von einer 'restful, emerald green tropical lagoon' gesprochen. Offensichtlich hat es mir dort gefallen.

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Auf dem Weg dort hin gingen wir durch eine Buschlandschaft, die geprägt ist durch die sauren Dämpfe des Vukans und den sauren Regen. Ein dunkles dichtes Gestrüpp mit wenig frischem Grün.

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Aber nur wenige Meter von dieser Stelle weg, trafen wir auf eine üppig spriessende Vegetation mit herrlicher Blütenpracht und einer grossen Vielfalt an Farnen. Die Bromelien, die ich in Nicaragua aber auch noch am Arenal gegen Ende der Trockenzeit ausschliesslich mit dörren Samenständen angetroffen hatte, blühten hier schon sehr häufig.

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Ja, der Poas, ein tolles Erlebnis. Allerdings als Berg nicht sehr spektakulär, da er weitgehend ein hoher, mit viel Grün überwucherter Hügel ist. Dass wir in grosser Höhe waren, merkten einige Personen aus unserer Gruppe, da sie Probleme beim Atmen in der dünnen Luft hatten. Auch kamen wir bei der Abfahrt dann von oben in die Wolkendecke.

Was folgte, war eine souvenirverkaufsorientierte 'Weindegustation'. Der 'Wein' schmeckte wie Zuckerwasser mit ein wenig Fruchtaroma.

Die Besichtigung der Doka Kaffeeplantage war eindrücklich, ebenso wie der Regen, der bald nach der Ankunft auf uns niederprasselte. Hier bekamen wir ein sehr gutes Mittagessen und eine reiche Auswahl an Kaffe serviert. Danach besichtigten wir die technischen Installationen für die Aufbereitung des Kaffees von der frisch geernteten Frucht bis hin zur gerösteten Bohne.

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Inzwischen goss es in Strömen, sodass wir auf den Rundgang durch die schön angelegte Pflanzung verzichten mussten.

........ Englisch und Spanisch Erläuterungen sprudelten unserem Guide immer noch lebhaft aus dem Mund, wie das Wasser in Strömen die schmalen Bergstrassen hinab schoss .......

Es folgte die Besichtigung der Stahlkirche 'Catedral de la Mercedes' in Grecia. Schon ein eigenwilliges Vorgehen, wenn man bedenkt, dass diese in Belgien 1897 gefertigt und dann mit dem Schiff nach Costa Rica verfrachtet wurde. Es war halt die Zeit von M. Eiffel.

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Den Abschluss des Tages machte die Besichtigung einer früheren Fabrik zur Herstellung der Ochsenkarren in Sarchi. Wir sahen den grössten Ochsenkarren der Welt und, so hatte ich den Eindruck, den grössten Souvenirshop Costa Ricas.

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Die Kirche in Sarchi

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Der grösste Ochsenkarren der Welt. Das Rad rechts hat einen Durchmesser von ca. 2 m. entsprechend gigantisch ist das Joch (Mitte).
In dem Souvenirshop konnten wir zuschauern, wie dieses bunte Design auf Teller, kleine Räder und sonstige Souvenirs gemalt wurden.

 

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